Kennzeichnung des Fahrrads
Eine Kennzeichnung des Fahrrads ist natürlich keine perfekte Diebstahlsicherung, aber mit Sicherheit eine gute Ergänzung. Für die Kennzeichnung gibt es unterschiedliche Methoden.
Am weitesten verbreitet ist die Gravur. Dabei wird der Code mit einem kleinen Fräser in das Sattelrohr oder an andere Stellen des Rahmens graviert. Ein transparenter Aufkleber schützt die gravierte Stelle vor Rost. Die Gravur hat vor allem eine präventive Wirkung, denn ein gravierter Rahmen ist nur sehr schwer wieder zu verkaufen, denn auch von einem Laien ist erkennbar, ob die im Code enthaltenen Initialen zum Verkäufer des Fahrrads passen. Zudem lässt sich die Gravur nur mit einem sehr hohen Aufwand ohne Spuren vom Rahmen wieder entfernen. Die meisten Diebe lassen gravierte Fahrräder einfach stehen. Wenn eine Gravur nicht möglich ist, zum Beispiel bei dünnwandigen Rohren oder Rohren aus Carbon, sollte man auf eine andere Art der Kennzeichnung zurückgreifen. Im Handel erhältliche Aufkleber, die versprechen nicht ablösbar zu sein, halten jedoch meist nicht, was sie versprechen. Auch Heißluftverfahren, bei denen die Beschriftung in die Fahrradlackierung übergehen soll, funktionieren nur sehr unzureichend.
Eine weitere Alternative stellt die Kennzeichnung per Mikrochip dar. Diese können jedoch entfernt oder unbrauchbar gemacht werden, ohne Spuren zu hinterlassen. Die Chips können mit speziellen Geräten ausgelesen und so der Fahrradhalter ermittelt werden. Das Chipsystem funktioniert aber nur bei einer ausreichenden Flächendeckung, die heute leider noch nicht gegeben ist. Viele Polizeistationen verfügen nicht über ein Gerät, den Mikrochip auszulesen. Die abschreckende Wirkung fällt bei den Mikrochips weg, denn sie sind so klein und unauffällig, dass sie vom Dieb meist nicht erkannt werden. Auch ist das Verfahren der Halterverifizierung ziemlich kompliziert.
Selbsterklärende Codes sind immer noch die beste Alternative. Diese enthalten nach einem festgelegten System die eigene Adresse und die Initialen. Dieses System ist auf jeder Polizeidienststelle bekannt und kann entschlüsselt werden. Dafür ist häufig nur eine kurze Nachfrage auf dem Einwohnermeldeamt notwendig. Der Fahrradfachhändler und die örtliche Polizei, sowie die Ortsgruppe des Deutschen Fahrrad-Clubs informieren gerne über die Verfahren, welche in der Region angeboten werden.
Auch ein ausgefüllter Fahrradpass kann zum Wiederauffinden eines gestohlenen Fahrrads beitragen. Hier werden so viel Details, wie möglich über das Fahrrad festgehalten. Dazu gehören Hersteller, Marke, Rahmenform, Farbe, Sonderausstattung und weitere besondere Merkmale. Auch die Rahmennummer und eine vorhandene Codenummer, sind hier registriert.
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