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Die Sitzposition auf dem Fahrrad

Verschiedene Fahrradtypen erfordern auch unterschiedliche Sitzpositionen. Welche Sitzposition eingenommen wird, ist vor allem vom Rahmen des Fahrrads abhängig. In geringem Maße kann man die Körperneigung durch die Lenkerform und die Höhe des Lenkers beeinflussen. Aber dies geht nur in einem bestimmten Rahmen. So wird ein Mountainbike auch mit hoch gestelltem Lenker nicht zu einem bequemen Stadtrad mit aufrechter Sitzposition. Generell ist aber eine bequeme Sitzposition für das Wohlbefinden eine Grundbedingung und Voraussetzung, dass man das Rad gerne und intensiv nutzt. Das Körpergewicht wird auf drei Punkte auf dem Fahrrad verteilt. Die Hände sind auf dem Lenker aufgestützt, das Gesäß auf dem Sattel und die Füße auf den Pedalen. Ein großer Teil des Körpergewichts liegt beim Fahrradfahren auf den Händen, der Hauptteil jedoch auf dem Sattel. An Lenker und Sattel werden unterschiedliche Anforderungen gestellt. Zum Beispiel sorgt die geduckte Sitzposition auf dem Rennrad nicht nur für einen niedrigen Luftwiderstand, sondern auch für die optimale Kraftübertragung von den Beinen auf die Pedale. Für eine Reisetour auf dem Fahrrad nimmt man am besten eine Sitzposition von 45 Grad ein, denn diese verteilt die Last gut auf alle drei Kontaktpunkte und ist auch für den Rücken und den Nacken sehr entspannend. Die leicht angewinkelten Arme können die Stöße vom Lenker abfedern.
Auf einem Cityrad nimmt man eine sehr aufrechte Position ein. Der Lenker ist höher als bei den traditionellen Hollandrädern und das Tretlager mit den Pedalen weiter vorne angeordnet. Man tritt so nicht gerade nach unten, sondern etwas nach vorne. Dies hat den Vorteil, dass man den Sattel niedriger einstellen kann und beim Anhalten leichter den Bodenkontakt findet. Der geringe Pedaldruck hat den Nachteil, dass die Last auf dem Gesäß erhöht wird und man die Kraft nicht optimal einsetzen kann.  Der hohe Lenker des Cityrads bringt den Oberkörper ein wenig aus der Balance. Zum Ausgleich richtet der Fahrer oft unbewusst das Becken auf, so dass ein runder Rücken entsteht. Dadurch kann der Körper keine Erschütterungen mehr abfedern. Deshalb sind bei dieser aufrechten Sitzposition ein gut gefederter Sattel oder Ballonreifen wichtig. Generell ist eine aufrechte Sitzposition nur für Kurzstrecken akzeptabel, da sie ganz und gar nicht rückenfreundlich ist.

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