Das Fahrrad ist weg! Was nun?
Wenn man als Fahrradfahrer an die Stelle kommt, wo man den Drahtesel abgestellt und abgeschlossen hatte, und dieser ist nicht mehr vorzufinden, ist der Schreck und der Ärger wirklich groß. Es kann hilfreich sein, wenn man weiß, was nun zu tun ist.
Zunächst sollte man sich am Ort des Diebstahls genau umsehen. Mit etwas Glück findet man noch das Schloss oder Reste davon. Man notiert sich den Ort und den Zeitraum in dem das Fahrrad gestohlen wurde und wendet sich auf jeden Fall an die Polizei. Die Quote der Aufklärung von Fahrraddiebstählen ist zwar ziemlich gering, aber es ist immerhin eine Chance das Fahrrad zurück zu bekommen. Am besten nimmt man den Fahrradpass oder die Beschreibung und ein Foto des Fahrrads mit zur Polizeidienststelle, damit diese so viele Details wie nur möglich über das verschwundene Rad erhält. Die Beamten werden die Anzeige aufnehmen und das Aktenzeichen des Vorgangs mitgeben.
Dieses Aktenzeichen ist wichtig, um bei der Versicherung den Schaden melden und geltend machen zu können. Auch die Versicherung möchte Angaben über Zeit und Ort des Diebstahls haben. Die meisten Versicherungen zahlen aber erst, wenn die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen hat. Dies kann aber unter Umständen eine ganze Zeit lang dauern.
Nicht immer kommen komplette Fahrräder abhanden. Manche Diebe sind schon mit einzelnen Bauteilen zufrieden, die schnell von einem Fahrrad abmontiert sind. Deshalb sollte man zum Beispiel auf eine Reifenmontage mit Schnellspannern verzichten, auch wenn diese auf der anderen Seite sehr komfortabel sind. Die Laufräder des Fahrrads sollten auch einzeln mit Schlössern gesichert werden um den Dieben das Zerlegen möglichst schwer zu machen.
Ein Großteil der Fahrraddiebstähle sind übrigens Gelegenheitstaten. Ein schlecht oder gar nicht gesichertes Fahrrad wird einfach nur mal eben “ausgeliehen” und nach Gebrauch im nächsten Gebüsch versenkt oder einfach irgendwo abgestellt. Wer also sein Fahrrad vermisst, sollte in den nächsten Tagen und Wochen mit sehr offenen Augen durch die Stadt oder Region streifen. Nicht selten findet man das gute Stück unversehrt in irgendeinem Straßengraben wieder. Auch Zettel an schwarzen Brettern oder kleine Anzeigen in der lokalen Tageszeitung, die einen Finderlohn versprechen, können Erfolg versprechend sein.
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